Daur-Online

Ersteinmal möchte ich mit einer kleine Gliederung der Begrifflichkeiten beginnen. Zum Online Marketing gehört der Bereich des SEM (search engine marketing) dieser Sektor gliedert sich in zwei Schwerpunkte auf, die SEO (search engine optimization), welcher grundlegend onpage stattfindet, also direkt auf der Internetseite eines Seitenbetreibers und SEA (search engine advertising), also die Platzierung von Werbemaßnamen über Dienstleister um das Suchergebnis auf Suchmaschinen direkt, gegen Geld zu verbessern.

Zum SEO gehören diverse technische Voraussetzungen und der riesige Bereich des Content Marketings. Zum SEA gehört der Suchmaschinenriese Google mit seinem Kernprodukt Google AdWords.

Suchmaschinenmarketing (SEM) dient einem Ziel, Kunden, die nach Produkten oder Informationen suchen, auf eine Zielseite weiterzuleiten, um dann hoffentlich daraus Umsätze generieren zu können. Es geht also darum bei Google und Co. gefunden zu werden und dass am besten auf den Top Positionen im Suchergebnis. Um eine solche, bessere Sichtbarkeit bei Suchmaschinen zu erreichen werden die Techniken der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und die Möglichkeiten der Suchmaschinenwerbung (SEA) angewandt.

googel-marktanteil-2016Da Google aktuell die größte und verbreitetste Suchmaschine in Deutschland ist, werde ich hier im Schwerpunkt auf die Optimierungsmöglichkeiten dieses Internetgiganten eingehen. Relevanz von Google im Suchmaschinensektor, Auswertung Statista (Qualle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/167841/umfrage/marktanteile-ausgewaehlter-suchmaschinen-in-deutschland/) von 94,52%.

Entsprechend beginnen wir die Customer Journey (Reise des Kunden) mit der klassischen Suchanfrage bei Google. Auch hier werde ich nur auf die SEM relevanten Bereich eingehen und die Touchpoints (Berührungspunkte) aufführen, die dem Kunden auf seiner Reise zum Produkt oder zur gesuchten Information direkt oder indirekt begegnen und diesen leiten. Aus diesen Touchpoints ergeben sich die logischen Optimierungsmaßnahmen für das Suchmaschinenmarketing.

Im Bereich SEO (Suchmaschinenoptimierung) und damit auf Ebene der eigenen Webseite sollten Sie sich für das Jahr 2016 folgende Rankingfaktoren zu Herzen nehmen.

  • Click-Through-Rate (CTR). Der Rankingfaktor Nr.1 in 2015 und auch aktuell ist die Click-Through-Rate. Damit bewertet Google die Genauigkeit und Relevanz seiner Treffer auf eine Suchanfrage. Also das Verhältnis zwischen der Ausspielung des Treffers zu den darauf erzielten Klicks. Um hier hohe Werte zu erreichen müssen alle weiteren Kriterien stimmen und der Content qualitativ hochwertig sein.
  • Die Sitzungsdauer. Also die Zeit, die ein User auf der Zielseite verbringt.
  • Absprungrate. Bleibt der User auf Ihrer Webseite oder springt er sofort zurück zu Google? Damit mißt Google die Treffergenauigkeit, also ob das Suchergebnis mit der Suchanfrage übereinstimmt oder nicht. Hohe Absprungrate = geringer Zusammenhang mit der Suchanfrage.

Alles beginnt mit einem Bedürfnis beim User, der dieses als Suchanfrage bei Google formuliert.

Diese Suchanfrage ist der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg der Reise zum Ziel. Je nachdem, wie detailliert der Nutzer seinen Bedarf definiert hat, desto besser werden die Chancen ein Suchergebnis zu erzielen, welches diesen Bedarf abdeckt.

kombinationen-von-keywordsDie Begriffe, die der Nuter bei seiner Suche einträgt nennen sich Keywords. Wie viele dieser einzelnen Keywords bereits zum Ziel führen, zeigt eine weitere Statistik von Statista (Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/413369/umfrage/anzahl-der-keywords-pro-suchanfrage-deutschland/). Das Nutzerverhalten von Suchmaschinen und der Anzahle verwendeter Keywords unterscheidet sich je nach Land, in Amerika ist die Kombination von 2 oder mehr Keywords schon wesentlich verbreiterter als hierzulande.

Aber auch in Deutschland wird die Kombination von Suchbegriffen, stetig mit dem wachsenden online Angebot, zunehmen. Denn die Konkurrenz bei einzelnen Suchbegriffen ist extrem hoch und damit auch die Anzahl der Treffer bei Google. Daher gewinnen Longtail-Keywords, also die Kombination von Suchbegriffen, immer mehr an Relevanz um ein passenderes Suchergebnis zu erzielen. Ausgenommen sind hier direkte Produkt-IDs oder individuelle Produktbezeichnungen, die natürlich ein entsprechend relevantes Ergebnis erzielen.

Gibt ein Suchender bei Google den Suchbegriff „Automobile“ (Short-Tail = Einzelkeyword) eine, wird er erwartungsgemäß ein entsprechend hohes Suchvolumen als Ergebnis geliefert bekommen (Stand 23.04.2016 – 415 Millionen Treffer). Je genauer der Nutzer seinen Bedarf definiert, desto kleiner und relevanter wird die Trefferliste. Die Kombination von zwei Keywords (Mid-Tail) „Automobile“ und „kaufen“ reduziert die Trefferliste bereits auf 604.000 Treffer. Gerne verwenden User diverse Typologien von Suchanfragen, wie hier das Keyword „kaufen“. Weitere Typologien, um eine Suche zu verfeinern sind entweder rein informational (z.B. ein Produkttyp), regional (in Bezug auf eine gewählten Standort, Wohnort, Land oder Region) und / oder saisonal (z.B. Winter, Sommer…). Als Test verwenden wir die naviagtionale Typologie „Automobile“ mit dem transaktionalen Begriff „kaufen“ und einem regionalen Suchbegriff „Crailsheim“. Die Trefferliste zeigt nun immer noch stattliche 461.000 Ergebnisse an, zeigt aber ganz klar die Vorteile der Mid- und Longtail-Keywords um das Suchergebnis zu reduzieren. Oder aus Sicht des Anbieters, den Wettbewerb zu reduzieren.

Entsprechend dieses Nutzerverhaltens, gilt es nun, dem Kunden ein perfektes Ergebnis für seine Suchanfrage zu bieten. Dafür gilt es diverse Maßnahmen über SEO und SEA einzuleiten.

SEO und onpage Optimierung der eigenen Webseite auf relevante Suchbegriffe.

Hier spielen die Richtlinien von Google eine Maßgebende Rolle. Leider hält sich Google bei diesem Thema immer sehr bedeckt, so das nur ein Bruchteil der Google Spielregeln bekannt sind. Vor einigen Jahren konnte man noch mit der Verwendung von Keywords im Content usw. sowie einer gewissen Häufigkeit und Wiederholung dieser Begriffe punkten, Seite den letzten Panda, Penguin und Hummingbird Updates ist dies allerdings passé und Google entwickelt seine Routinen ständig weiter um ein spamming zu verhindern. Ziel von Google ist es, dem Nutzer den best möglichen Content passend zu seinen Suchanfragen zu liefern. Dabei greift Google nicht nur auf seine Crawler zurück um Seiten und Inhalte zu indizieren, sondern auch auf eine Netzwerk von Quality-Ratern, die Webpages und Content manuell bewerten.

Hier ein meine persönlichen Top 10 Kriterien für die Verbesserung der Sichtbarkeit bei Suchanfragen über google und damit einhergehende Optimierungsansätze:

Content ist King.

Bedeutet ganz einfach, schaffen Sie Inhalte zu Ihren Produkten und Leistungen. Schreiben Sie Artikel, machen Sie Bilder und Videos (Google liebt guten Content und Videos) und berichten in regelmäßigen Abständen über sich und Ihr Unternehmen.

Schreiben Sie Produktvergleiche, Testberichte, stellen Sie Ihre Kernkompetenzen vor und begründen diese. Es gibt viele Möglichkeiten Content zu generieren. Dieser „Content ist King“ Trend spiegelt sich auch im Wachstum der Nutzung als Native Ads und Advertorials wieder. Diese Werbeformen kommen im redaktionellen Gewand (native) von Verlagsseiten, in Bildergalerien oder auch auf Youtube und anderen Videoseiten, daher. Die Wirksamkeit von gutem Content ist bereits durch diverse Studien belegt. Lange Texte ranken deutlich besser. Der Durchschnitt bei Webseiten, die auf Seite 1 ranken, lag laut Studie von Brian Dean und Eric Van Buskirk bei 1.890 Wörtern.

Hochwertiger Content muß aber nicht immer zwangsweise aus Text bestehen, sondern kann auch aus Infografiken, Bildergalerien usw. zusammengestellt werden. Wichtig ist, dass der Inhalt einzigartig ist und sich von Beiträgen anderer Seiten unterscheidet. Dublicated Content wird von Google nur bei Zeitungen, Magazinen, o.ä. geduldet.

Seien Sie individuell, authentisch und kreativ, wenn möglich nutzen Sie „Google Trends“ um Themen zu finden, die zu Ihrem Produkt / Leistung passen um Trends damit zu verknüpfen.

Schreiben Sie pro Thema einen Artikel und mischen Sie die Inhalte wenn möglich nicht. Damit Ihr Content auch die Aufmerksamkeit bekommt und damit Ihre Sichtbarkeit erhöht, gilt es ein paar Spielregel einzuhalten, womit wir zum nächsten Punkt kommen.

Lerne die Kunden und deren Verhalten kennen.

Um dem Content eine gewisse Würze und damit Relevanz für Suchmaschinen zu verleihen, gilt es zu wissen, auf welche Keywords dieser optimiert werden muß. Daher gilt es hier Grundlagenforschung zu betreiben. Wie und welche Suchbegriffe verwenden meine Kunden?

Natürlich können sie Ihre Kunden fragen, getreu dem Motto, wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?. Es gibt aber auch eine Reihe an Werkzeugen zur Keyword Recherche, die Ihnen helfen können, die relevanten Suchbegriffe zu identifizieren. Dafür sollten Sie sich als ersten Schritt eine Google-Account erstellen und mit einer entsprechenden API Ihre Webseite für Google Analytics freischalten, soweit nicht bereits vorhanden. Hier finden Sie dann eine Reihe an Informationen über Zielgruppen, Altersstruktur, Verwendung der Seite mobile und Desktop… und ganz wichtig, den Punkt → Akquisition / Suchmaschinenoptimierung / Suchanfragen. Hier bekommen Sie die Begriffe aufgelistet, mit denen die Nutzer Sie bereits über Google finden. Diese Begriffe sollten als Grundlage für ein Keyword-Portfolio dienen. Da die dargestellten Begriffe nach Relevanz aufgelistet sind, ist dies ein guter Ausgangspunkt um eine erste Analyse zu betreiben. Sollten Sie feststellen, dass Sie bei Begriffen zu Ihren Kernkompetenzen und Leistungen schlecht abschneiden, sollten sie diese verstärken und weitere Begriffe suchen, die zum Thema passen.

Um solchen Keywords und Synonyme zu identifizieren, können Sie den Keywordplaner von Google AdWords nutzen oder diverse Keyword-Datenbanken wie z.B. https://www.ranking-check.de/tipps-tools/seo-tools/keyword-datenbank/ oder https://www.hypersuggest.com/. Was auch gut funktioniert, um an Begriffe zu kommen, sind interne Gespräche mit den Mitarbeitern. Vor allem aus anderen Fachbereichen, denn diese sind meist nicht so tief in der Materie und die Chance gute Begriffe zu finden steigert sich enorm. Denken Sie immer daran, Sie kennen Ihr Produkt, der Nutzer hat aber nicht Ihren Kenntnisstand und wird daher eher umschreiben was er sucht. So können Sie mit der Zeit und ein wenig Übung eine effektives Keyword-Portfolio erstellen. Dieses sollten sie dann in Fachbereich unterteilen und Gruppieren. Denn nicht jedes Keyword macht Sinn in einem einzelnen Artikel!

Wer seine bestehende Webseite nach Keywords überprüfen möchte, kann dies nach einer kostenlosen Registrierung über das Keyword Density Tool von http://www.onpage.org oder komplett frei mit http://www.seitenreport.de/, dafür ist hier die Nutzung pro Tag limitiert.

Verwendung von Keywords im Content.

Nachdem Sie nun einen ersten Artikel (Content) erstellt haben und sich über Ihre relevanten Keywords informiert haben, gilt es nun diese beiden Komponenten zu verbinden. Wie schon ein oder zweimal erwähnt, Google liebt guten Content und entwickelt seine Algorythmen ständig weiter. Das einfachen Wiederholen von Suchbegriffen innerhalb eines Artikels ist vorbei. Wenn Sie um weitere Suchbegriffe zu identifizieren, eine Keyword-Datenbank konsultiert haben, sollten Sie aber über ausreichend Begriffe und Synonyme verfügen. Denn Google sucht nicht mehr nur nach den einzelnen Keywords sondern versucht sich seit dem Hummingbird-Update darin, den eigentlichen Sinn hinter den Begriffen zu verstehen. Daher kann es schon einmal vorkommen, dass ein Google Suchergebnis keins der gesuchten Keywords enthält.

Lokaler Content wird wichtiger.

Google und all seine Unterprodukte bauen zur Zeit die lokalen Funktionen aus. Somit ist auch die Funktion „in der Nähe verfügbar“ erschienen. Diese Funktion wird zur Zeit besonders im Bereich des Shoppings angewendet. Einigen mag das schon aufgefallen sein. Wer bei Google nach einem Produkt sucht und dann auf den Reiter „Shopping“ wechselt, der findet dort die Funktion „in der Nähe verfügbar“. Damit reiht sich Google in das Thema Local Commerce ein und

bietet Nutzern die Möglichkeit Anbieter direkt im Umfeld zu suchen. Daher sind regionale Keywords und Eintragungen in Google Maps ein neuer starker Rankingfaktor bei Google und damit SEO relevant.

Soweit Sie Ihre Internetseite nicht schon ausreichend mit Standortinformationen versehen haben, sollten Sie die Chance Nutzen, sich mit Ihrem Google Profil bei Google Maps anzumelden und Ihren Standort dort zu hinterlegen. Auch im Bereich Content sollten Sie regionale Keywords gezielt platzieren um zu profitieren. Denn oft suchen Kunden gezielt nach Produkten in ihrem näheren Umfeld.

Keyword Stuffing

„Keyword stuffing“ oder deren übertriebenen Gebrauch, sowie die Verwendung von Keywords, die mit dem Content nichts zu tun haben werden von Google abgestraft. Daher ist es wichtig, das unter Punkt zwei genannte Keyword-Portfolio sauber zu clustern. Suchbegriffe, die mit dem Thema eines Artikels nichts zu tun haben, haben darin auch nichts verloren.

Um herauszufinden, ob Suchbegriffe mit dem Artikel im Suchergebnis zusammenpassen, bedient sich Google unter anderem der Verhaltensweise der Nutzer selbst. Hier kommt die sog. Absprungrate ins Spiel. Diesen Wert können Sie ebenfalls in Google Analytics finden. Eine hohe Absprungrate definiert Google in Kombination mit der Verweildauer usw. als Kriterium, dass die geklickten Suchergebnisse nichts mit dem Suchbegriff zu tun haben und wertet den Artikel ab.

Anmerkung: Eine hohe Absprungrate über ca. 50% kann auch ein Indikator für eine fehlende mobile Optimierung sein.

Backlinks

Ja die lieben Backlinks, sie begleiten uns schon seit Anbeginn der SEM-Ära und werden wohl auch nie so ganz verschwinden. Warum sind Backlinks immer noch so relevant für Google? Das liegt in der Natur der User, denn diese teilen und verweisen gerne auf relevante Inhalte. Und Google sieht dies nach wie vor als SEO relevant. Dabei sollten Sie 2016 darauf achten wenn Sie Backlinks aufbauen wollen:

a) Aufbau von unterschiedlichen Backlinks, also von unterschiedlichen Seiten aus.

b) Dafür dürfen Sie auch gerne die Sozialen Medien als Verteiler nutzen, denn Likes und Followers werden in 2016 an Bedeutung zunehmen.

c) Nehmen Sie sich Zeit beim Linkbuilding, und gehen Sie organisch vor.

Nichts hasst Google mehr, als wenn bekannte Rankingfaktoren mißbraucht werden. Finger weg von Link-Sellern und deren Netzwerken. Wenn Google feststellt, dass Sie innerhalb eines kurzen Zeitraum mehrere tausend Backlinks aufgebaut haben, wird sich Google die Frage stellen „warum?“. Die Antwort die Google dann findet, wird Ihnen in den meisten Fällen nicht gefallen.

Interne Links

Nutzen Sie die Möglichkeit interne Verlinkungen zu erstellen. So können Sie von einem beschreibenden Artikel auf einen produktbezogenen Artikel weiterleiten. Und vergessen Sie nie Alt- und Title-Attribute zu Nutzen, dies gilt nicht nur bei der Benennung von Links, sondern auch insbesondere bei Bildern und Videos. Mit diesen Tags können Sie zusätzliche Informationen zum artikel und Zielartikel an Google weitergeben. Google findet es super, wenn ein Link zu dem Thema passt, was beschrieben wurde.

Links und Anchor Texte

Ja auch hier sagt sich Google ähnlich der Backlinks, dass Verlinkungen von relevanten Inhalten eine tolle Sache sind, vor allem, wenn diese einen Mehrwert bieten. Bedeutet, wenn in einem Artikel über ein Weltneuheit berichtet wird und diese dann über einen betreffenden Link z.B. Weltneuheit verlinkt wird, dann ist das super. Natürlich sollte dann Google auch auf der Zielseite etwas über diese Weltneuheit finden. Allerdings sollte man hier schon kreativ sein, übliche Verdächtige wie die Verwendung des Domainnamen oder einfach nur „hier“ zu verlinken ist etwas einfallslos, wenn auch stark verbreitet. Ankertext und Linkziel müssen im Kontext einen Sinn ergeben, dann wirkt sich das auch auf die SERPs aus.

Bitte nicht nur Fließtext

Content ist King, aber nur guter Content! Daher sollten Inhalte nicht nur aus Text bestehen, sondern Bilder und idealerweise Videos enthalten. Außerdem hat Google schon seit Jahren gelernt, dass man qualitativ hochwertige Artikel nicht nur am Inhalt und den Keywords, identifizieren kann. Daher müssen die fleißig geschriebenen Texte auch sauber formatiert werden. Dazu gehört die Verwendung von h1 – h3 Überschriften (siehe Heading-Tags), Fett-Schrift, Absätze, Aufzählungen und bitte, achten Sie auf Rechtschreibfehler.

Bilder

Inzwischen ist es erwiesen, dass sich Bilder nicht nur in Texten hervorragend für eine Aufwertung der Suchmaschinenergebnisse eignen sondern auch einen Mehrwert für die Google Bildersuche generieren. Bilder wirken in mehrerlei Hinsicht, denn sie sind neben dem Text wichtige sichtbare Bestandteile. Im Bereich des E-Commerce sind Bilder meist auch entscheidend für den Kauf von Produkten. Daher legen große Onliner wie Zalando und Co. auch einen gesteigerten Wert auf eine hohe Qualität von Bilddateien.

Bei der Bilder-Seo sind folgende Kriterien wichtig:

a) Die Dateigröße – Bilder sollen schnell geladen und indexiert werden. Dafür muß ein Kompromiß zwischen Datenvolumen und Qualität gefunden werden. Bilder sollten midestens eine Kantenlänge von 300 Pixeln haben um eine Relevanz in der Bildersuche zu haben.

b) Der Dateiname – Dieser spielt eine wichtige Rolle beim Ranking in der Bildersuche. Daher sollte der Name eines Bildes genau das beschreiben, was das Bild darstellt.

Beispiel: Bild: Baby im Kinderwagen – Dateiname: baby-kinderwagen.jpg (getrennt wird mit „-“)

c) Der Content, der um das Bild herum platziert ist, spielt eine Rolle für die SERPs und sollte mit dem Bildinhalt übereinstimmen.

d) Alt-Attribute verwenden um das Bild zu beschreiben am besten unter Verwendung des Hauptkeywords des Bildes.

e) Der Title-Tag kann Bilder ebenfalls mit Keywords unterstützen.

f) Auch die Verlinkung von Bildern kann sich auf ds Suchmaschinenergebnis auswirken.

Die URL-Struktur

Für Google ist es allerdings inzwischen nicht mehr relevant, ob der Content auch mit der URL zusammenpasst. Wer also eine Artikel-ID in der URL ausweist, hat SEO technisch keinen Nachteil mehr zu einer nutzerfreundlichen, sprechenden URL. Auch wenn dies einige Interessenten eher zu einem Klick verleitet als eine ID (Diskussion im Google Webmaster Forum vom 16.03.2016 https://productforums.google.com/forum/#!topic/webmaster-de/LP4XF2i8e8o;context-place=starred) und (http://onlinemarketing.de/news/bauplan-der-einfluss-url-struktur-ranking).

Nicht nur Content ist relevant, sondern auch die Usability und Technik.

Als ein weiterer SEM relevanter Bereich, der von den meisten SEOlern immer gerne verschwiegen wird, kommen immer stärker die Ladegeschwindigkeit, Nutzerfreundlichkeit, inhaltliche Qualität, Sauberkeit des Quellcodes usw. ins Spiel. Denn hier geht es um die Technik und Programmierung der Webseiten. Um hier einen ersten Einblick zu bekommen sollten Webseitenbetreiber sich der kostenlosen SEO-Analyse von http://www.seitenreport.de bedienen. Diese Analyse zeigt eine ganze Phalanx an einzelnen relevanten Komponenten auf und versucht diese zu bewerten. Neben SEO Kriterien werden hier auch technische Aspekte beleuchtet. Wer hier zu viel „rot“ in der Bewertung hat, sollte sich diese Bereiche im Detail ansehen. Wer seine Webseite über ein CMS wie WordPress oder Joomla usw. pflegt, kann einige der Probleme selber lösen, andere benötigen dann doch einen Programmierer.

Meta-Tags und Co

Der Title-Tag:

Zu den Funktionen, die jede Webseite heute dank eines sauberen CMS haben sollte, gehört der Title-Tag. Dieser Title Tag ist eine Beschreibung der jeweiligen Seite und des darin enthaltenen Contents. Optimalerweise enthält dieser Title-Tag Ihre Unternehmensbezeichnung und ein paar Keywords zum Content. Dabei spielt die Länge eines Title-Tags eine untergeordnete Rolle und wird von den meisten Suchmaschinen automatisch nach 60 – 150 Zeichen abgeschnitten. Google nutzt den Title-Tag immernoch als Abgleich für den Content, im Vergleich zu den letzten Jahren hat die Relevanz aber stark abgenommen. (Analyse: http://backlinko.com/search-engine-ranking)

Robots-Tag:

Ja er lebt noch…. und treibt auch 2016 sein Unwesen, der Robots-Tag. Er sagt dem Google Crawler was dieser darf und was nicht. Dazu gehören z.B. die Befehle Nofollow und Noindex. Ersterer ist für´s Linkbuilding interessant. Gerade in Zeiten von Advertorials und Co, die Inhalte mit einem weiterführenden Link darstellen, der auf ein Produkt usw. nach extern verlinkt, ist dieser Tag wichtiger denn je. Durch Nofollow bremst der Crawler praktisch am Link ab und schaut nicht mehr nach was für eine Seite das ziel des Links ist. Da für Google entscheidend ist, dass ein Link auch zu einem relevanten Inhalt weiterführt, kann dies so nicht mehr geprüft werden. Somit wird der trust und der Pagerank der Trägerseite nicht mehr an die Zielseite vererbt.

Cannonical-Tag:

Auch 2016 wieder mit dabei, der Cannonical-Tag, er dient dazu den von Google verhassten Duplicate Content aus dem Index zu entfernen und den Suchmaschinen anzuzeigen, welcher der originale Inhalt ist, um auf diesen in den SERPs zu verweisen.

Heading-Tags:

verwendung-von-mehreren-h1-ueberschriftenUnd damit die Gewichtung von Überschriften von h1 bis h6 für Suchmaschinen. Überschriften sind nicht nur ein Gestaltungselement sondern haben einen großen Einfluss auf SEO. Vor allem, wenn man diese auch noch mit relevanten Suchbegriffen anreichert, können so überraschende Ergebnisse erzielt werden. Eine saubere Überschrift ist wohl das einfachste Mittel um schnelle Erfolge im SEO zu erzielen. Bisher galt immer eine Hierarchie in der Wertigkeit von Überschriften, so galt h1 immer als die wertvollste, die nur einmal pro Seite verwendet werden durfte, gefolgt von den h2 bis h6, deren Wertigkeit mit steigender Zahl abnahm. Aktuell scheint es wohl keine Rolle mehr zu spielen, wie oft h1 als Überschrift auf einer Seite eingesetzt wird (http://www.greenlaneseo.com/blog/2015/02/seo-101-seo-and-multiple-h1-tags/). Die Begründung liegt in der Struktur von Html5. Liest man sich den oben genannten Artikel durch ist die freie Verwendung von h1 auch dort getrennt.

Hier findet man zwar drei h1 Überschriften auf einer Seite, diese sind aber klar als <header> und <article> getrennt. Also kann man vorerst davon ausgehen, dass die Nutzung mehrerer h1 Überschriften erlaubt ist, wenn diese inhaltlich sauber voneinander getrennt sind. Wie immer und bei allen Rankingfaktoren, gilt auch hier die Regel, „bitte nicht übertreiben!!!“.

Mit der Abstufung der URLs in den SERP bekommt ein anderer Punkt eine wichtige Rolle, die Navigation.

Die Navigation

Oder genauer gesagt die Breadcrumbs oder Navigationspfade. Also der Weg, den eine User geht wenn er durch eine Seite navigiert. Oft werden diese Breadcrumbs irgendwo im Header-Bereich einer Seite unter der Hauptmenü-Struktur angezeigt. Sie beginnen immer mit der Startseite und zeigen die einzelnen Seiten, die der User geklickt hat, also den Weg, den er zurückgelegt hat. Seit einiger Zeit wird die Breadcrumb Navigation teilweise bei Google in den SERPs in der URL-Zeile als Rich Snippets angezeigt. Es ist empfehlenswert die sekundäre Navigation im Quellcode mit Hilfe von Mikrodaten, RDFa oder JSON-LD semantisch auszuzeichnen. Der Google Crawler kann semantisch ausgezeichnete Elemente auslesen und im Index speichern, sodass diese Elemente in den SERPs angezeigt werden können. Mehr Informationen dazu gibt’s direkt von Google https://developers.google.com/structured-data/breadcrumbs.

Mobile optimiert.

Der Trend der Internetnutzung über mobile Endgeräte läßt sich nicht mehr von der Hand weisen. So hatten wir von der Schwäbischen Post im März 2016 ein Nutzerverhältnis von 47,45% Mobile, 38,63% Desktop und 13,9% Tablet-Nutzer (siehe auch http://www.vprt.de/thema/marktentwicklung/marktdaten/mediennutzung/mobile-nutzung/content/mobile-internetnutzung-deut-5).

Generell kann man Tablet- und Desktop-Nutzer noch über eine Darstellungsvariante bedienen, aber im Bereich mobile mit Smartphones und Co. Ist die Desktop-Darstellung von Inhalten nicht mehr genug. Google verkündete Anfang 2015, dass mobil optimierte Webseiten ein neuer Rankingfaktor für Suchmaschinen ist. Für einige schien dieser „neue“ Rankingfaktor überraschend zu kommen, allerdings wurde schon zeit 2013 von Google auf diesen Fall hingewiesen. Wer nicht so genau weiß, ob die eigene Seite mobil-friendly ist, kann seine Seite unter diesem Link testen: https://www.google.com/webmasters/tools/mobile-friendly/.

Allerdings gelten für die mobile SEO einige unterschiedliche Faktoren im Vergleich zur Desktop onpage-SEO.

Hier ein Paar grundlegende zu beachtende Unterschiede:

  • Bedienung der Seiten über Touchscreen optimierte Menüs (z.B. kein Mousover!)
  • Wesentlich weniger Platz zum Darstellen der Inhalte.
  • Auch ist das Nutzerverhalten ein komplett anderes. Lange Texte sind mobile sehr ermüdend, hier müssen Informationen kurz und knackig zusammengefasst werden. Ein SEO relevanter Content mit über 1.000 Wörtern ist mobile nicht nutzerfreundlich.
  • Nicht alle Techniken sind auch auf mobilen Endgeräten verfügbar. Für „Flash“ war dies z.B. gleichbedeutend mit einem Todesurteil, da es durch die Endgeräte von Apple und Co nicht mehr unterstützt wird.
  • Die Internetverbindungen unterwegs sind meist schlechter, wodurch hohe Datenmengen und grafische Spielereien das Benutzererlebnis drastisch schmälern.
  • Achtung bei individuellen Videoformaten, beachten Sie die unzähligen Videoformate die nicht immer alle von jedem Endgerät unterstützt werden. Am einfachsten ist hier die Verwendung von Youtube, denn diese decken die größte Range an kompatiblen Playern ab.

Wer seinen Internetauftritt noch nicht für mobile Endgeräte optimiert hat, wird hier nicht ohne fundierte Programmierkenntnisse auskommen. Für manche Seitenbetreiber empfehle ich sogar den kompletten Neuaufbau der Seiten. Inzwischen gibt es alternativ zur klassischen Werbeagentur auch eine reihe an sauberen, responsiven (auto skalierende Webseiten anhand der Browserbreite) und professionellen Templates zum Download, die z.B. von http://themeforest.net/ angeboten werden.

Last but not least noch ein Paar Punkte, die wie schon in den Jahren zuvor immer mit am Start waren und es auch bleiben werden.

Die Sitemap

Eine Sitemap zeigt in der Regel (soweit nicht anders gewollt) eine komplette Übersicht aller Seiten und Unterseiten einer Internetseite an. Eigentlich soll Sie es dem User ermöglichen schnell zu verschiedenen Seiten zu navigieren. Die Verwendung einer XML-Sitemap bietet aber auch noch den riesigen Vorteil, dass diese eine Suchmaschinenrelevanz erzeugt, indem Sie Google und dessen Crawlern beim strukturieren der Daten hilft. Kleinere Seiten können sich hier bei Google bedienen https://support.google.com/webmasters/answer/183668?hl=de um eine Sitemap einzureichen. Für größere Seiten sollte die entsprechend automatisiert über ein CMS-Plugin geschehen.

Robots.txt

Auch die Robots.txt ist weiter mit dabei und zeigt den Crawlern welche Inhalte auszulesen sind und aus welchen Bereichen einer Webseite sie besser Ihre Krallen lassen. Warum ist die Robots.txt interessant für SEO? Google möchte qualitativ hochwertigen Content und stellt hier seine Ansprüche, daher kann es durchaus relevant sein, gewisse Inhalte wie Kontaktformulare oder ein Impressum von diesem relevanten Content auszusperren.

Eine Sehr schöne Zusammenfassung weiterer SEO-Rankingfaktoren finden Sie auf der Seite https://www.seonative.de/seo-rankingfaktoren-2016/ und unter http://daur.online/seo-2016/.

Es gibt auch eine interessante Checkliste auf Englisch, die man durcharbeiten kann um sich Google zum Freund zu machen, http://www.clickminded.com/seo-checklist/ viel Spaß damit.

Idealerweise haben Sie Ihren Internetauftritt fit für SEO 2016 gemacht und sind aktiv an der ständigen onpage Optimierung und tracken (überwachen) Ihre Keywords und die Relevanz der Suchbegriffe und Zugriffe auf Ihre Webseite.

Es gibt aber noch eine weitere Möglichkeit, bei Google auf die begehrten Top 3 Plätze zu kommen, Sie zahlen dafür und nutzen Google AdWords.

Wolfram Daur
Online Marketing Manager

(2016 offiziell zertifiziert durch Online-Studium zum Online Marketing Manager durch die DEPAK)

 

Wolfram Daur - Online Marketing Manager || 2016 offiziell zertifiziert durch ein Online-Studium zum Online Marketing Manager durch die DEPAK (Deutsche Presseakademie)

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