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Auch im Jahr 2016 müssen wir uns auf einen Wandel einstellen. Denn nicht nur im Bereich Webdesign hat dies Aussage „ mobile first“ seine Spuren hinterlassen, sondern besonders auch im SEO Sektor.

SEO goes mobile

Der AGOF zu folge, die in ihrem Bericht „AGOF Mobile Facts 2015 I“ die mobile Internetnutzung erfassen, lag Ende des 1. Quartals 2015 der Anteil der mobilen Nutzer der deutschen Bevölkerung, bei 48,9 %. Das mobile Wachstum in 2014 war recht stabil, daher wage ich es mal von 50% zu sprechen, die über mobile Endgeräte auf das Internet zugreifen.

Wie nicht anders zu erwarten liegt dabei der größte Anteil der Mobile User in der Altersgruppe der 20 bis 49-Jährigen.

Was ist bei der SEO für mobile Geräte und Webseiten zu beachten?

Grundsätzlich gelten alle Richtlinien für SEO, die auch für Desktop optimierte Webseiten gelten. Die Hauptunterscheidung liegt hier ganz klar in der Usability.

  1. Anpassung der Internetseiten für mobile Endgeräte ( responsive Design oder eine individuelle, optimierte Webseite neben der Hauptseite) zur Verbesserung der Usability. Seit 2015 ein Rankingfaktor von Google.
  2. Bedienung der Seiten über Touchscreen optimierte Menüs.
  3. Wesentlich weniger Platz zum Darstellen der Inhalte.
  4. Nicht alle Techniken sind auch auf mobilen Endgeräten verfügbar. Für „Flash“ war dies z.B. gleichbedeutend mit einem Todesurteil, da es durhc die Endgeräte von Apple und Co nicht mehr unterstützt wird.
  5. Die Internetverbindungen unterwegs sind meist schlechter, wodurch hohe Datenmengen und grafische Spielereien das Benutzererlebnis drastisch schmälern.
  6. Achtung bei individuellen Videoformaten, beachten Sie die unzähligen Videoformate die nicht immer alle von jedem Endgerät unterstützt werden. Am einfachsten ist hier die Verwendung von Youtube, denn diese decken die größte Range an kompatiblen Playern ab.

Weitere Einzelheiten und Details bietet Ihnen Google Developers mit seinen Guides zum Thema „Optimierung von Websites für Mobilgeräte“.

SEO allgemein

Google ist die am meisten genutzte Suchmaschine und bestimmt damit auch im Jahr 2016 den Markt für Suchmaschinen. Allerdings entwickelte sich bereits in 2015 ein Trend, der vermehrt die Nutzung von Sozialen Medien und Seiten wie Amazon als eine Art Suchmaschine aufzeigte.

Seite den letzten Updates von Google „Penguin und Panda“ wissen wir, dass Content der neue heilige Gral ist (letztes Panda Update von Google zu Panda 4.2 – 18. Juli 2015 – noch nicht in Deutschland!).  Die Qualität des Contents einzelner Artikel spielen jetzt die übergeordnetet Rolle und die meisten Ranking-Kriterien sind damit verknüpft. 2016 wird das Jahr des Content-Marketings, was alle Redakteure und Co freuen dürfte.

Spielen Keywords noch eine Rolle?

Bedenkt man die Suchweise der User, die in den Suchschlitz ein bis zwei Begriffe eingeben, haben die Keywords allein anhand dieser Tatsache immer noch eine gewisse Bedeutung. Keywords im Body oder der Description einer Seite spielen eine geringere Rolle. Viel wichtiger ist es, wie anfangs erwähnt, die Keywords inhaltlich miteinander zu verbinden. D.h. Texte so aufzusetzen, dass die relevanten Haupt- und Neben-Keywords miteinander verknüpft sind und der Content trotzdem eine hohe Qualität für den Endverbraucher hat.

Spielt die Marke eine Rolle?

Hier gibt es ein klares „JA“. Wer es über die Jahre hinweg geschafft hat sein Unternehmen und den zugehörigen Internetauftritt zu einer Marke zu entwickeln, der profitiert auch vom zugehörigen SEO. Allerdings ist dies auch der schwierigste Part der Ranking-Faktoren und es wird Jahre dauern, bis Sie den Status erreicht haben. Dann allerdings können Sie auch aus dem Vertrauen, welches mit Ihrer Marke einhergeht schöpfen. Und Vertrauen findet Google super.

Immer wieder Backlinks….

Link-Kauf ist out, es lebe das Link-Earning. Auch hier geht es um den Content. Google freut sich besonders, wenn Nutzer hochwertige Inhalte verlinken und darauf hinweisen, denn das zeigt die Wichtigkeit des Inhaltes auf. Wenn also die Nutzer einen Artikel oder Post stark über die sozialen Netzwerke und Co verteilen, erkennt Google, dass dieses Thema von Relvanz ist und bewertet solche Inhalte wohlwollend.

Zwar spielen die Likes auf Artikel in den sozialen Medien noch keine so große Rolle bei den Rankingfaktoren der Suchmaschinen, ist aber für die User um so wichtiger.

Backlinks sind also nach wie vor von Relevanz, aber auch hier spielt der User und der dargebotene Content die entscheidende Rolle um die Wertigkeit zu definieren.

Und die internen Links?

Auch interne Links spielen eine wichtige Rolle, da diese dem User eine Struktur bieten. Damit sind interne Links wichtig für die Struktur und damit die Usability. Nebenbei dienen sie auch noch vorzüglich um einen Anchor Text zu integrieren und um mit Haupt- und Neben-Keywords interessante Verweise auf themenrelevante Unterseiten zu erstellen.

Weitere bekannte Rankingfaktoren:

Page Speed

Hier geht es definitiv um die Usability. Eine Seite, die sich erst nach einer Minute oder länger aufbaut, ist ein Graus für den Besucher, daher liegt die Logik nahe, schnelle Seiten positiv zu bewerten.

Die Absprungrate

Hier geht es eher um die Qualität des gefundenen Inhaltes anhand der Suchanfrage. Wenn Sie also bei einer Suchmaschine nach einem „Bilderbuch für Kinder“ suchen, erhalten Sie eine Reihe an Ergebnissen. Sie klicken das erste an und landen auf der Zielseite. Dort angelangt finden Sie aber nur ein Magazin mit Bastelanleitungen im bildhaften Aufbau. Was werden Sie tun? Wahrscheinlich gehen Sie zurück zu den Suchergebnissen und wählen einen anderen Eintrag, da der erste nicht zum gewünschten Ergebnis führte.

So lernt Google (das ist von mir jetzt etwas übertrieben dargestellt) Suchanfrage: „Bilderbuch für Kinder“, Ergebnis 1 hat die Erwartungen nicht erfüllt, also schlechtes Suchergebnis.

So könnte eines der vielen Beispiele für eine hohe Absprungrate aussehen. Es kann aber auch ganz einfach daran liegen, dass Ihre Seite nicht mobil optimiert ist und der Nutzer deswegen die Seite wieder verlässt. Usw.

HTTPS Webseiten werden seit dem Jahreswechsel ebenfalls bevorzugt.

Um die Sicherheitsstandards zu verbessern drängte Google schon seit geraumer Zeit auf die Verschlüsselung der Webseiten via https. Google setzt hier mal wieder den Webseitenbetreibern die Pistole auf die Brust und möchte diese zur Verschlüsselung „zwingen“. Belohnt wird die Verwendung von https wird von Google entsprechend belohnt, besseres Ranking und die automatische Bereitstellung von Crawlern sind ein paar der Zuckerwürfelchen für https Nutzer.

Es gibt noch viele weitere Rankingfaktoren, allein Google hat bestätigt, dass sie über 200 Rankingsignale auswerten, auch wenn Google diese natürlich nicht verrät. Fakt ist aber und da lass ich gerne mit mir streiten, die Qualität des Contents, dessen Struktur und Formatierung sind die wichtigsten SEO-Kriterien für 2016.

Wolfram Daur
Online Marketing Manager

(2016 offiziell zertifiziert durch Online-Studium zum Online Marketing Manager durch die DEPAK)

Wolfram Daur - Online Marketing Manager || 2016 offiziell zertifiziert durch ein Online-Studium zum Online Marketing Manager durch die DEPAK (Deutsche Presseakademie)

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