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Entsprechend der Entwicklungen im WWW, Design, SEO und Datenschutz, wird auch der Online-Marketing Sektor nicht von Änderungen ausgeschlossen bleiben. 2015 stand ja schon voll unter dem Motto des Content-Marketings und wird diesen Trend auch so schnell nicht wieder los werden. Zu den Trends in 2015 gehörten auch Marketingautomation, Social Conversion, Online Reputation und das Internet der Dinge, welches ganz neue Wege und Möglichkeiten eröffnete.

Hier eine kurze Übersicht der Themen, denen wir 2016 bestimmt begegnen werden.

Marketing Automation

Wie der Titel schon sagt, es geht um die Automatisierung von Advertising und Kundenkommunikation. Damit einhergehend das Dashboarding, alle wichtigen Informationen auf einem Blick.

Neue Vertriebskanäle auf Social Media-Plattformen

Der „Kauf-Button“ kommt und findet seinen Weg in die sozialen Medien.

Mobil only

Mobile Marketing, Mobile Payment, Wearables und das Internet der Dinge. Mobile Endgeräte werden die wichtigsten Kommunikationswege zwischen Marke und Konsument.

Crosschannel Marketing

Der User ist nicht nur an eine Plattform gebunden, sondern springt freudig zwischen den Medien umher, wodurch sich mehrere Kontaktchancen für die Marketer mit dem Kunden ergeben.

Tracking und Big Data

Durch das Chrosschannel Marketing erhält der Marketer nicht nur mehrere Chancen, Produkte zu bewerben, sondern kann auch fleissig Daten sammeln, über welche Wege der Kunde zum Produkt gelangt ist. In Verbindung mit den mobilen Daten der Smarphones und Co können neue Reichweiten, Zielgruppen usw. definiert werden.

Personalisierung

Anhand der Userprofile können Inhalte von Webseiten personalisiert werden. Dies kann entweder automatisch geschehen oder durch die direkte Einstellbarkeit von Funktionen durch den User. Dadurch ergibt sich auf für die Marketer eine interessante Spielwiese, Produkte anhand der Interessen der Nutzer auszuspielen.

Kombiniert man all die oben genannten Punkte kommt man unweigerlich zum „Realtime Advertising“.

Wenn Sie wissen wo sich der Nutzer aufhält und für was er sich interessiert, müssen Sie nur im richtigen Zeitpunkt die Angebote ausspielen um die Erfolgschancen zu erhöhen. Da sie natürlich nicht jeden User überwachen können, erledigt die die Marketing Automation.

2016 steht also komplett im Zeichen des Trends „every time and everywhere – mobile on“. Übersetzt auf die Nutzung der Endgeräte bedeutet das folgendes. Smartphones und Co stehen in der Gunst der Käufer auf Platz 1. Laut Statista besaßen im Juli 2015 46 Mio. Deutsche ein Smartphone (Anzahl der Smartphone-Nutzer in Deutschland in den Jahren 2009 bis 2015) . Bei knapp 81 Mio. Einwohnern, sind das über 50%, wobei die Zielgruppe der Smartphone-Nutzer besonders interessant ist, denn diese beinhaltet mit die größte Kaufkraft. Ein weiterer wirksamer Vorteil der Mobilen-User ist, dass diese ihr Smartphone fast immer bei sich tragen, also „everytime and everywhere“.

Die nächste relevante teilweise mobile Zielgruppe sind die Tablet-Nutzer, auch hier zeigt eine Statistik von Statista einen wenig überraschenden Wert. In der Statisitk „Anteile der Tablet-Nutzer in Deutschland in den Jahren 2012 bie 2015“ wird ein Anteil von 40% ausgegeben. Natürlich kann man diese beiden Zahlen nicht einfach addieren, aber es lässt sich bereits heute ein klarer Trend erkennen. Smartphones dienen zur direkten Kommunikation und zum schnellen Informationsaustausch. Dank der hohen Performance der Tablets erfüllen diese die meisten Funktionen herkömmlicher Laptops und PCs. Früher oder später werden die Desktop-PCs nur noch in den Büros von Unternehmen zu finden sein. Diese Entwicklung, gepaart mit den Design-Trends 2016 und der SEO-Entwicklung wirken sich direkt auf die Werbeformen in 2016 aus.

Was bedeutet dies für die Bannerwerbung, die sog. Display-Ads?

Display-Ads gibt es schon lange und jeder kennt sie. Aber der Trend der Zeit und die und die Mobilisierung gehen an diesem Format nicht ohne Einflüsse vorbei. Ganz im Gegenteil, der Mobile Trend wirkt sich sogar entscheidend auf diesen Werbeformat aus.

Die meisten Publisher bieten die regulären Formate der Display-Ads an, die dann entweder von lokalen Kunden oder über nationale Vermarkter bespielt werden. Zu den gängigsten Formaten gehört das Banner, welches meist über eine Feste Größe von 468 x 60 Pixeln definiert ist. Wer meinen Artikel zum Thema „Webdesign Trends 2016“ gelesen hat, hat hier schon von dem Begriff „responsive Design“ gelesen. Doch was passiert, wenn man ein festes Display Werbemittel einfach auf die Breite eines Smartphones herunterskaliert? Ganz einfach, es wird kleiner, womit die Wirkung des Ads reduziert wird. Um diesen Nachteil auszugleichen, müssen eigene Formate für mobile Display Werbung erstellt und eingetragen werden.

Auch für das Ausspielen der Werbemittel wird es aufwendiger. Setzt man die Maßstäbe des „Realtime Advertisings“ an, müssen die Daten der Desktop-Nutzer mit deren Smartphones abgeglichen werden und andersrum. Hier haben kostenplichtige Webseiten, wie z.B. Zeitungsverlage und deren online Produkte einen klaren Vorteil, denn meist sind die Logins kombiniert und enthalten den Zugang zu den kompletten online Medien.

Weiter habe ich in meinem Artikel zu den „Webdesign Trends 2016“ von Flatdesign und Card-Menü gesprochen. Eine Folge dieser Trends wird auch die komplette Entwicklung neuer Formate für Display-Ads sein. Denn ein Display-Ad muss auch zur Seite des Publishers passen, ansonst kann dies ein komplettes Designkonzept zerschießen.

Auch Display-Ads werden sich dem Trend der Mobilen Webanwender beugen und von der gezielten Ausspielung der Formate nach Kundendaten profitieren. In dieser Kombination werden diese Formate sogar einen zweiten Frühling erleben, denn die Wirksamkeit der Ads wird sich dadurch drastisch erhöhen.

Videowerbung.

Videos liegen voll im Trend und werden diesen Pfad auch für die nächste Zeit nicht so schnell verlassen. Gut gemachte Videos bieten viele Vorteile, da sich diese auch viral verbreiten. Wobei die sozialen Medien eine tragende Rolle spielen. Dank der Entwicklungen von Youtube und deren Vermarktungsstrategien, ist die junge Zielgruppe bereits an Werbeformate wie Pre-Roll und Co gewöhnt.

Dank der Technik und der Playerfunktion der „Fullscreen“ Ansicht sind Videos auf allen Endgeräten gleichermaßen zu Hause. Allein die eingeschränkten Ladezeiten hochwertiger Videos mit höherer Laufzeit schmälern hier das „Werbeerlebnis“.

Native Advertising.

Ganz klar vorne mit dabei ist die Welle der Native Ads. Diese hoch wirksame Form des Content-Marketings wird uns so schnell nicht mehr verlassen, vor allem, da der Trend erst in seinen Anfängen liegt und dies bis jetzt schon sehr erfolgreich. Weitere Infos zu Native Ads finden sie in meinem Artikel zum Thema.

Social Media Ads

Auch dieser Format wird uns weiterhin begleiten. Facebook hat es vorgemacht und bombardiert die User fleißig mit „sponsored Posts“, „Carousels“ und Co. Facebook greift zur Optimierung seiner Werbeformate und deren Reichweite auf ein enormes Datenpaket zurück, welches über die Nutzer und deren Verhalten erstellt wurde. Was Facebook schon vor Jahren erkannt hat, nämlich die Nutzer bezogenen Daten zu erfassen, ist der Trend, der uns auch in anderen Bereichen begegnen wird. Auch das E-Commerce wird in die sozialen Medien Einzug halten. Pinterest hat hier z.B. die „buyable Pins“ eingeführt, weitere Netzwerke werden folgen.

Und wem dies alles nicht genug Stoff für 2016 ist, für den gibt es ja auch noch die „Wearables“ wie Google Glasses und die damit einhergehenden Möglichkeiten der virtuellen Realität. Wer jetzt immer noch nicht genug Entwicklungspotential sieht, dem bleibt immerhin noch der riesige Sektor des Internets der Dinge.

2016 wird bunt und gewaltig, eine Welle, wie schon seit langem nicht mehr. – Gehen wir surfen.

Wolfram Daur
Online Marketing Manager

(2016 offiziell zertifiziert durch Online-Studium zum Online Marketing Manager durch die DEPAK)

Wolfram Daur - Online Marketing Manager || 2016 offiziell zertifiziert durch ein Online-Studium zum Online Marketing Manager durch die DEPAK (Deutsche Presseakademie)

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