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Google hat schon immer versucht, alle von Usern gestellten Fragen so treffend wie möglich zu beantworten. Diesem Ziel hat sich das ganze Unternehmen verschrieben und genau auf diesem Aspekt, also der Relevanz des Suchergebnisses zur Frage, beruht auch der enorme Erfolg von Google.

Die diesen Suchprozessen hinterlegten Algorithmen sind teilweise bekannt und werden von Onlinern weltweit unter der Definition SEO genutzt um ihren Kunden usw. ein möglichst gutes Ergebnis in den Suchseiten (SERPs) zu gewährleisten.

Vor einigen Jahren war es noch relativ einfach eine gute Position zu erreichen, genügte dafür schon das gezielte Ausspielen von Keywords innerhalb des Contents.
Google erkannte schnell das Treiben der SEOs und entwickelte sich und seine Algorithmen ständig weiter. Die zu bewältigenden Datenmengen wurden immer größer und letztendlich nahm 2017 die Google AI den Kampf der Verwaltung der Inhalte auf. Dabei wurden es immer mehr Richtlinien und Werte, aktuell spricht man von über 200 Definitionen, wobei nur noch ein Bruchteil davon bekannt ist. So existiert letztendlich eine komplette Branche nur deshalb um für Google die passenden Inhalte zu entwickeln.

Ich möchte heute nicht über SEO schreiben, zumindest nicht im allgemeinen, also keine Rankingfaktoren wie „Mobile first“, „Sitespeed“, „User Signals“… Heute geht es um ein Thema, dass aus all diesen Entwicklungen resultierte.

Im allgemeinen kennen wir die begehrten ersten drei Plätze bei der organischen Suche in Google. Dieses Plätze zu erreichen ist unser SEOlers Ziel. Es gibt aber noch eine Position, die Position 0.

Was hat es mit der Position 0 in den SERPs auf sich?

Irgendwann im Lauf der letzten Jahre haben die Menschen angefangen nicht mehr nur einfach Keywords in die Suchleiste einzugeben. Vielmehr wurden daraus komplexe Fragen. Mit dem Einzug der Sprachsuche wurde dieses Verhalten noch intensiver. Statt Keywords jetzt einfach zu klustern und zu bearbeiten musste Google lernen, die Frage an sich zu verstehen.

Daraus entstand das Thema „Voice Search“. Google lernte schnell, dass es keinen Sinn macht, die kompletten ersten Suchergebnisse einfach als Antwort wiederzugeben, sondern platzierte das „Featured Snippet“ auf Position 0.

Dieses Snippet gibt die relevanteste Antwort auf die gestellte Frage wieder, bzw. soll diese wiedergeben. Das Problem, es gibt nur eine Position 0, also eine Antwort. Damit kommt es in der steigenden Nutzung der „Voice Search“ zu einer Verknappung der Suchtreffer, von vielen auf genau 1. Damit dürfte diese Position das begehrteste Objekt in den nächsten Jahren werden.

Ein einfaches Beispiel ist die Frage „wer ist Angela Merkel?“.

Die oben angezeigte Box zeigt den relevantesten von Google gefunden Inhalt zur Frage. Der Inhalt selbst, der dann auch vorgelesen wird, also die Zusammenfassung, wird programmatisch von der jeweiligen Webseite extrahiert.

Diese programmatische Vorgehensweise setzt Google immer dann ein, wenn es eine Frage erkennt.

Dieses Snippet ist kein Bestandteil der Sammlung von Shema.org, sondern ein komplett eigenständiges Feature von Google.

Das Featured Snippet ist damit nicht für die normale Keyword-Suche ausgerichtet, sondern lediglich für Fragen, mit der Basis, hier das Ergebnis für die Voice-Search zu definieren.

Eine normale Suchanfrage mit dem Keyword „Angela Merkel“ zeigt eine andere Trefferliste und nutzt nicht das Featured Snippet.

Fazit

Das „Featured Snippet“ ist ein von Google entwickeltes hervorgehobenes Feld auf der Position 0 in den SERPs. Es liegt damit über den organischen Treffern und über den bezahlten Anzeigen. Somit ist dieses Snippet die stärkste Position bei Google. Das Snippet wird nur ausgespielt, wenn eine Frage formuliert wird. Entsprechend stellt Google die Antwort programmatisch zusammen, entsprechend der am besten passenden Webseite. Der dargestellte oder gesprochene Text im Snippet muß also nicht dem Wortlaut der Seite entsprechen, aus dem er extrahiert wurde.

Das Featured Snippet wird nur von Google bespielt, hier helfen keine Vorvormatierungen o.ä. Google entscheidet selbst wann, wo und was in einem featured Snippet erscheint. Die einzige Möglichkeit die es gibt, ist die Funktion für die eigene Seite zu deaktivieren (<meta name=“googlebot“ content=“nosnippet“> ). Dies kann durchaus von Vorteil sein, denn das Snippet beantwortet eine Frage, damit ist das Ziel des Nutzers erreicht, ein weiterer Besuch der Quellseite ist damit evtl. nicht mehr notwendig.

Diese Angst ist aber unbegründet, Studien stellten heraus, dass Seiten, die über ein featured Snippet dargestellt wurden, einen Trafficzuwachs von sagenhaften 500% erreichten.

Diese Zahl bringt das Feuer in jedem SEO-Auge zum glühen. Stellt sich natürlich sofort die Frage, wie bekomme ich meine Content auf Position 0?

Wie kommt man ins Featured Snippet?

Wie eingangs erwähnt, ist das Geschäftsmodell von Google relativ einfach. Auch wenn die technische Umsetzung dahinter extrem komplex ist. Im Endeffekt geht es darum, dem User die best möglich Antwort auf seine Frage zu geben.

Das ist die Erfolgsstory von Google, mit der es den kompletten Markt der Suchmaschinen übernommen hat. Würde der User also nicht die gewünschten Antworten erhalten, bestünde das Risiko, dass eine neue Suchmaschine eine Chance hat, sich zu etablieren.

Grundsätzlich kann man sagen, wer in das Snippet will, der muß einfach nur umdenken.

Als SEOs haben wir gelernt Keywords zu analysieren, auszuwerten und gezielt einzusetzen, ebenfalls alle anderen Techniken aus OnPage und OffPage.

Dieses Wissen passt eigentlich schon sehr gut, allerdings geht es bei Position 0 nicht um Keywords, sondern um Suchphrasen. Dies bedeutet, dass Sie Suchbegriffe anpassen und in Fragen umwandeln müssen. Also das Keyword in ein Long-Tail umwandeln, wobei der Tail das fragende Element ist.

Kenne die Fragen Deiner Nutzer und optimiere auf die Suchphrase, nicht auf das Keyword.

Welche Fragen besonders gut oder oft genutzt werden kann man mit Google selbst herausfinden. Dank der Autovervollständigung kann man einfach mal in den Google-Suchschlitz eine entsprechende Frage formulieren und Google ergänzt dann automatisch um weitere Bezugsfragen.

Ein weiteres wichtiges Recherchetool für Fragen ist „Answer The Public“.

Hier bekommen wir eine Grafik zu den relevanten Fragen, die uns als Beispiele dienen können. Das System sucht in Bing und Google nach Fragen, die mit dem jeweiligen Thema verknüpft sind.

Content ist King.

Das war der einfache Schritt. Jetzt folgt Schritt zwei, hier geht’s um compelling Content der Extraklasse. Es gilt also die beste Antwort auf die Frage zu liefern. Klingt einfach, ist in der Regel aber echt anstrengend.

Als erstes würde ich immer die klassische „Skyscraper-Technik“ heranziehen. Heißt, ich schaue mir an was aktuell auf die Frage von Google ausgeworfen wird, identifiziere die Konkurrenz und analysiere deren Inhalte.

Dann werden diese Inhalte mit ergänzenden Informationen aufgepeppt. Dabei kommt die komplette Phalanx der Textoptimierung zu tragen. Also Listen, Grafiken, Videos, Tabellen etc. Denken Sie aber immer daran, es geht nicht um Keywords, sondern um komplette Fragen!

Der Content muß auf folgende Kriterien optimiert sein:

  1. Qualität
  2. Umfassend (compelling)
  3. Unterhalten
  4. Benutzerorientiert

Fazit:

Das Featured Snippet ist eine Aufgabe, die nicht von heute auf morgen zu erreichen ist. Mehrere Wochen Arbeit um den Content zu sichten und zu erstellen sind hier keine Seltenheit. Bis man dann wirklich auf der „Position 0“ gefunden wird, können Monate vergehen.

Wolfram Daur - Online Marketing Manager || 2016 offiziell zertifiziert durch ein Online-Studium zum Online Marketing Manager durch die DEPAK (Deutsche Presseakademie)

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