Daur-Online

Wie der Titel schon sagt, schreibe ich heute mal was zum Thema SEO optimierter Content. Überall hört man zur Zeit Aussagen wie, Du musst nur gute Texte schreiben um bei Google gut zu ranken, das ist aber weit gefehlt. Denn, Google ist eine Maschine, eine Software oder auch teilweise eine KI und die kann nicht entscheiden, was guter Content ist und was nicht. Dafür muss sie auf von Menschen definierte Richtlinien (Rules) zurückgreifen, analysieren, auswerten und ins Verhältnis zueinander setzen. Das allerdings kann Googel per Excellence und in einem Affenzahn. Vieles wird davon schon im Vorfeld durch die Milliarden an Crawlern erledigt. So sortieren diese die Inhalte der Seiten, weisen ihnen Kategorien zu und bewerten nach einem von Google definierten Schema, was für den Suchenden am besten passen könnte. Letztendlich wird aber immer nach den hard Facts bewertet und die sind seit Jahren fast schon unverändert. Manchmal wird die Priorität der einzelnen Kriterien erhöht, manchmal verringert und ab und an fällt sogar mal ein Kriterium komplett raus, weil einfach überholt.

Ich möchte heute über diese harten Kriterien schreiben, die die Grundlage für jede SEO darstellen. Egal was man macht, diese Regeln sind die Hausaufgaben, die es als erstes zu erledigen gilt. Du kannst einen Text noch so toll gliedern und schreiben, wenn diese Regeln nicht erfüllt sind, dann bringt dir das trotzdem keinen Mehrwert.

Damit steige ich mal direkt in die Basics ein, das Thema „SEO OnPage“

SEO OnPage betrifft alle Maßnahmen und Anpassungen, die Du auf Deiner eigenen Webseite zur Optimierung vornehmen kannst. Dazu gehört die Technik sowie der Artikel (Content) selbst.

Fangen wir also mit den technischen Voraussetzungen an, die Deine Webseite erfüllen muss, damit Du fit für SEO bist.

Die technische Optimierung

  1. Die Ladegeschwindigkeit

    Oder auch „Page Speed“ ist ein offizieller und bekannter Google Rankingfaktor. Hier solltest Du darauf achten, dass die Ladegeschwindigkeit Deiner Seite in einem Bereich von maximal 1,5 Sekunden bis 3 Sekunden liegt. Hier spielt vor allem die mobile Nutzung der Seiten eine entscheidende Rolle, denn lange Wartezeiten gerade am Smartphone führen zu verstärkten Abbrüchen.

    Mann kann also einfach sagen, je schneller die Webseite, desto besser die Nutzererfahrung, das wird dann auch von Google mit einem kleinen Bonus honoriert.

  1. Der Permalink

    Also das was in der URL Deiner Webseite steht.

    Z.B. www.pizzaria-vesuvio.de/margherita

    Wichtig ist bei dem Permalink die Kombination der einzelnen Inhalte. Umso mehr der Domainname mit dem weiteren Inhalt der URL zusammenhängt, desto besser.

    Im Beispiel steht der Domainname „pizzaria-vesuvio.de/ im direkten Zusammenhang mit dem Keyword „margherita“ und würde daher von Google besser bewertet werden. Wichtig ist also, dass die Begriffe in der URL zusammenpassen. Eine URL, die nach dem Domainnamen eine ID aus Zahlen ausweist ist als völlig irrelevant und zahlt nicht auf die SEO ein. Wir reden hier von einer sog. „sprechenden URL“. Der User erkennt also schon anhand der URL was ihn auf der Seite erwartet. Das wirkt sich positiv auf das Klickverhalten der Nutzer aus und freut damit Google.

    Wie wichtig eine sprechende URL ist, zeigt auch die Möglichkeit der Verwendung einer Vanity-URL bei Facebook. Hier kann man bei einem Profil oder einer Fanpage usw. die voreingestellte ID von Facebook zu einem Eigennamen ändern und somit die Wirksamkeit steigern.
    Eine optimale URL besteht aus nicht mehr als 5 Wörtern / Keywords (alle weiteren werden herabgestuft – Gefahr des Keyword Stuffings). Damit eine URL komplett in den Suchergebnissen bei Google angezeigt werden kann, sollte diese nicht mehr als 74 Zeichen lang sein. Sollte es vorkommen, dass Du trotzdem eine ID verwenden musst, dann platziere diese immer am Ende, denn es ist nicht tragisch, wenn diese abgeschnitten wird.

  1. Der HTML Code

    Grundsätzlich gilt es immer den Code sauber zu halten. Was so viel bedeutet wie unnötige Codes aus dem HTML der Seite zu entfernen. Dadurch kann man den Code kürzer halten, was wieder auf den Page Speed einzahlt. Hier empfiehlt es sich vor allem darauf zu achten, dass sämtliche Styles in die zugehörige CSS Datei ausgelagert sind.

  1. Der Titel-Tag <titel>

    Auch dieses Element gehört zu den ca. 200 der bekannten Rankingfaktoren von Google und hat eine sehr hohe Priorität. Der Titel-Tag definiert den Namen einer Webseite und wird Teil der URL (siehe Permalink). Für den <titel> gelten folgende Richtlinien:

    a. Das Keyword, zu dem die URL primär ranken möchte, sollte sich im im Titel befinden.

    b. Dieses Keyword sollte an erster Stelle stehen (hoher Rankingfaktor).

    c. der optimale Titel besteht aus maximal 55 Zeichen, ohne Leerzeichen. Mehr Zeichen werden in den Suchergebnissen meist durch „…“ abgekürzt.

    d. Der Titel muß ebenfalls für den User optimiert sein, also eine Mehrwert für den Leser darstellen. Das erhöht die CTR ( Click trough Rate).

Hier könnt Ihr mal testen: https://www.sistrix.de/serp-snippet-generator/

  1. Bilder

    Ja die lieben Bilder, ohne die geht heute gar nichts mehr, besser wäre nur noch ein Video.

    Bilder spielen bei Google eine große Rolle. Google ist nicht nur die Text Suchmaschinen Nr. 1 sondern auch die Bildersuchmaschine Nr. 1. Entsprechend verfügt Google über die weltweit größte Datenbank für Bilder. Hierfür hat Google sogar seine eigenen Googlebots erschaffen, die „Googlebot image“, die die normalen Googlebots unterstützen.

    Bei der Verwendung von Bildern sind folgende Kriterien zu berücksichtigen.

    Dateiname: Der Dateiname sollte immer aussagekräftig sein, wenn auf dem Bild ein Auto zu sehen ist, welches gerade bei Rot über einen Ampel fährt, dann sollte die Datei auch diesen Namen haben. Auch hier gilt wieder die Verwendung von aussagekräftigen Keywords, die in Bezug zum Bild stehen. Begriffe im Dateinamen werden durch Bindestriche getrennt, nicht durch Unterstriche, diese werden von Google anders interpretiert!

    Dateigröße: Ideal sind etwas 150 KB pro Bild.

    Dateiformat: PNG erhält eine Priorisierung vor JPG usw.

    Bildauflösung: Als Richtwert kann man 60.000 Pixel als Mindestgröße ansetzen, das entspricht einer Kantenlänge des Bildes von mindestens 300 x 200 Pixeln. Kleinere Bilder werden in der Google Bildersuche seltener angezeigt.

    Format: Am beliebtesten ist der Bildformat 4:3

    Alt-Tag: Oft vergessen, aber für die Bildersuche extrem wichtig, der ALT-Tag. Dieser Tag wird angezeigt, wenn das Bild nicht geladen werden kann und beschreibt was eigentlich zu sehen wäre. Daher erscheint das ALT-Attribut auch dann auf einer Webseite, wenn aufgrund einer langsameren Ladezeit, das Bild noch nicht geladen werden konnte. Zusätzlich wird der Inhalt des Tags beim Mouse Over angezeigt und bietet so dem User einen Mehrwert zum Bild. Auch hier gilt die Regel kurz und knapp das Bild beschreiben (ca. 75 bis 100 Zeichen).

    Description: Diese Funktion bieten die meisten CMS an, so z.B. WordPress. Hier können weiterführende Informationen zum Bild eingetragen werden. Meist wird dieses Feld für eine kleine Entstehungsgeschichte des Bildes oder für Daten zum Fotografen, verwendet ( wer dieses Element mag, kann hier ca. 170 Zeichen unterbringen).

    Die Umgebung des Bildes: Wenn der Googlebot und der Googlebot image sich treffen und feststellen, dass sie beide einer Meinung sind, dann freut sich Google. Idealerweise wird ein Bild immer unter einer relevanten Zwischenüberschrift platziert, in der ebenfalls eines der Keywords im Bild verwendet wird.

  2. Die mobile Optimierung

    Das Thema der mobilen Optimierung von Webseiten ist eine eigene riesige Arbeitsfläche, daher gehe ich hier nicht ins Detail. Fakt ist, dass 2017 ca. 50% des Webseitentraffics und mehr über mobile Endgeräte erzielt wird. Wer also heute seine Webseite noch nicht an ein responsives Design oder als separate Mobile-Page optimiert hat, der hat eigentlich ganz andere Probleme, das Internet gehört aber definitiv nicht dazu. Und… so sicher wie das Amen in der Kirche, die mobile Optimierung der Webseiten wird ein Rankingfaktor von Google werden.

So, das waren schon mal die Basics zum ersten Schwerpunkt. Als nächstes folgen die Voraussetzungen für den Content, also für die eigentlichen Inhalte. Oben genannte Punkte sind nur die Hausaufgaben, die Ihr überhaupt erfüllen müsst, sonst braucht Ihr mit der Suchmaschinen Optimierung der Texte gar nicht erst anfangen.

Im nächsten Teil geht es dann direkt um die Textoptimierung. Also alles Rund ums Thema „compelling Content“, Headlines, Keywords, WDF*IDF…

Wolfram Daur - Online Marketing Manager || 2016 offiziell zertifiziert durch ein Online-Studium zum Online Marketing Manager durch die DEPAK (Deutsche Presseakademie)

View Comments

  • Guter Artikel, danke für die Infos!


  • Wie lange benötigst du an Zeit für so einen Artikel?


    • Hi,

      das ist unterschiedlich. Da ich den Blog eigentlich nur als „Ablage“ verwende. Die meisten Inhalte schreibe ich einfach nur frei aus dem Kopf raus (nach Seminaren oder Schulungen, als Wissensablage) und hole mir von anderen Posts Ideen. Daher dauert ein Artikel ca. 3 bis 6 Stunden, je nachdem wieviel Recherche ich zusätzlich betreibe. Da dieser Blog für mich nur eine Ablage ist, optimiere ich die Artikel auch nicht, sonst würde ich wesentlich mehr Zeit benötigen.


Next Post